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Ratssitzung vom 29.09.2016, Einwohnerfragestunde. Olaf Franz fragt zum Verbleib der Versicherungssumme Kurpark Wildemann.

Am 31. März 2015 fegte ein Sturm über den Oberharz und entwurzelte mehrere Bäume. Ein Baum stürzte auf die Musikmuschel im Kurpark Wildemann und zerstörte sie. Die Musikmuschel war auch gegen Sturmschäden versichert. Es trat der Versicherungsfall ein.
Auf einer Bürgerversammlung Ende September 2015 im Kurpark Wildemann erklärte der Geschäftsführer der Kurbetriebsgesellschaft „Die Oberharzer“, Dr. Hille, den 40 anwesenden Wildemannern die aktuelle Lage: Für den Wiederaufbau der Musikmuschel würde die Versicherung mit entsprechenden Rechnungsnachweis einen Neuwertausgleich von 60 142 Euro begleichen. Demgegenüber könnten sofort pauschal 35 000 Euro in Anspruch genommen werden, ohne überhaupt einen Nachweis zu erbringen.
Die Bürgerversammlung sollte entscheiden ob die Musikmuschel wieder aufgebaut werden soll oder wofür sonst die 35 000 Euro Pauschalerstattung eingesetzt werden sollen.
Der Gedanke des Musikmuschelwiederaufbaus wurde verworfen.
Stattdessen wollte die Wildemanner Bürgerversammlung die 35 000 € wie folgt dreiteilen.

  1. Eine Unterstützung für Spiegelbad und Minigolfplatz,
  2. Die Herrichtung des Kinderspielplatzes vor dem ehemaligen Kurhaus,
  3. Die Instandsetzung der Wassertretstelle.

Der Reporter Peter Weiss von der Goslarsche Zeitung schloss seinen Bericht mit:
„Der Geschäftsführer Hille zeigte sich mit dem Ergebnis der Bürgerkaffees zufrieden. Über die konkrete Aufteilung des Geldes wird es weitere Informationen geben.“
Nun – ein Jahr später – stellen sich folgende Fragen:

  1. Wann hat die Versicherung welchen Betrag an die KBG erstattet?
  2. Unter welcher Kostenstelle wurde der Eingang im Haushalt der KBG gebucht?
  3. Wofür wurde der Erstattungsbetrag verwendet?
  4. Warum wurde nicht so verfahren wie von den Bürgern in der Wildemanner Bürgerversammlung gewünscht?