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Robert-Koch-Schule stärken.

Ein Gymnasium am TU-Standort ist wichtig. Gegen den Trend des Landes müssen wir die Robert-Koch-Schule als Gymnasium stärken.

Ein Blick in die Statistik zeigt uns, dass in Niedersachsen noch erheblich Nachholbedarf besteht, was die Schul- und Bildungspolitik betrifft.

http://www.insm-bildungsmonitor.de/

Immerhin haben wir in unserem Bundesland schon einen Schritt in die richtige Richtung getan, nachdem das Turboabitur, auch G8 genannt, auf Druck der Freien Demokraten und zahlreicher Elterninitiativen hin nun endlich Geschichte ist. Aber Länder wie Sachsen machen uns weiterhin in vielerlei Hinsicht vor, wie "gute Schule" funktionieren könnte, obwohl auch dort eine Verlängerung der gesamten Schullaufbahn sicherlich zusätzlich sinnvoll wäre. Beispielsweise gibt es dort ein klar definiertes Gymnasium mit entsprechend bindender Schulempfehlung und einer Mindestanforderung an den Notendurchschnitt für die gymnasiale Schullaufbahn.

Der Trend im Land Niedersachsen zeigt jedoch aktuell vor allem in Richtung der von der SPD bevorzugten Gesamtschulen unter immer weniger Berücksichtigung der klassischen Schulen in Form von Haupt- und Realschulen, die bereits zu Oberschulen zusammengefasst wurden, sowie auch der Gymnasien. Während die Gesamtschule als Schulform an sich durchaus befürwortet werden kann, sind die Freien Demokraten dennoch der Meinung, dass Bildungsgerechtigkeit nicht auf ein Gymnasium verzichten sollte. Gerechtigkeit darf nicht nur aus Rücksicht auf Schwächere und Anpassung auf ein durchschnittliches Niveau bestehen, sondern bedeutet immer auch Förderung von Stärken in den verschiedenen Bereichen der dualen Ausbildung sowie des Studiums an Fachhochschulen und Universitäten.

Wir brauchen daher nicht nur stärkere Oberschulen, die ohnehin bereits unter der Zusammenfassung von Haupt- und Realschulen zu leiden haben, sondern vor allem auch ein starkes Gymnasium mit entsprechender Vorbereitung auf selbständiges universitäres Lernen. Die Notwendigkeit ergibt sich aus dem nachfolgenden System der beruflichen Ausbildung in Deutschland, das zum einen in die duale betriebliche Ausbildung in der Regel mit parallelem Besuch einer Berufsschule, vorbereitet durch die Oberschulen, und zum anderen in Studiengänge an Fachhochschulen und Universitäten aufgeteilt ist. Daher sollte der gymnasiale Unterricht wieder wie in seiner ursprünglichen Form vor allem auf diese Studiengänge vorbereitend stattfinden, während die Oberschulen auf den dualen Bildungsweg fokussiert arbeiten sollten. Insbesondere im Hinblick auf den Standort Clausthal-Zellerfeld ist ein Gymnasium daher doppelt wichtig, weil hier in Zusammenarbeit mit der Technischen Universität bereits frühzeitig mögliche Talente am Standort erkannt und durch entsprechende Fördermaßnahmen gemeinsam mit der TU auf die dortigen Studiengänge vorbereitet werden können. 

Gleichzeitig ist die Robert-Koch-Schule als Partnerschule des Leistungssport unabdingbar für eine gymnasiale Ausbildung der in unserer Stadt untergebrachten Sportler des Landesleistungszentrums Biathlon, aus dem bereits verschiedene hochrangige Biathleten hervorgegangen sind. Sie ermöglicht durch flexible Unterrichtszeiten und angepasste Termine für Klausuren und andere Prüfungen einen geregelten Trainingsablauf ohne dabei die schulische Laufbahn vernachlässigen zu müssen.

Unabhängig von der Qualitätssicherung, die durch den Unterricht an Gymnasien geleistet wird, ist ein Gymnasium direkt am Standort zudem aus verkehrstechnischer Sicht wichtig. Für die meisten Schüler entstünden sonst erheblich längere Anfahrtswege, wenn sie sich vom Oberharz in eine der umliegenden Städte bewegen müssten, um ein gymnasiales Abitur erhalten zu können.

Die Oberharzer Liberalen setzen sich deswegen für den Erhalt und den weiteren Ausbau der Robert-Koch-Schule als Gymnasium im Oberharz ein.

Geben Sie Ihre Stimmen daher am Sonntag der FDP.

Jo Hasenau, Kandidat für den Kreistag